Die Insigne B.V. in Bleskensgraaf, Niederlande, vollzieht den Sprung in eine neue Ära: Das renommierte Spritzguss-Unternehmen seit Kurzem im Konzern der Holland Plastics Industries (HPI) ein innovatives Kunststoff-Clusters der neuen Generation. Der Insigne-Inhaber und Geschäftsführer sieht seine Mannschaft und sein Unternehmen topfit aufgestellt – nicht zuletzt dank der Haitian Maschinen.

 

Das Unternehmen Insigne B.V. wurde 1961 gegründet und bietet somit mehr als 60 Jahre Know-how und Erfahrung in der Kunststoffverarbeitung, insbesondere wenn es um PVC geht, das Lieblingsmaterial der Niederländer. Zukunftsorientierung und aktive -mitgestaltung sind Schlüsselwerte im Prozess der Projektrealisierung. Hierfür steht eine eigene Design- und Entwicklungsabteilung bereit, die mit Hilfe selbstgebauter Prototypen bereits im Vorfeld der Werkzeugrealisierung verlässliche Aussagen über die Praxistauglichkeit machen kann.

 

 

Stehen alle Zeichen auf „Go!“, gibt es praktisch kein Volumen, das Insigne B.V. nicht realisieren könnte. Mit einem ordentlichen Maschinenpark, darunter 28 Spritzgießmaschinen mit 25 bis 750 Tonnen Schließkraft (geeignet für 0,5 Gramm bis 6500 Gramm) werden unterschiedlichste Aufgaben und Anforderungen erfüllt.

Eine 24-Stunden-Produktion in 3 Schichten, 5 Tage lang je Woche, sind Standard. Top Qualität ist seit je her Pflicht. Namhafte Auftraggeber wie Etap, Maxi Cosi oder IKEA, aber auch viele Hidden Champions als Kunden waren und sind die logische Folge.

Darüber hinaus verfügt Insigne B.V. über eigene Produktionseinheiten für die Reinraum- und 2K-Fertigung – und selbstredend über sehr viel Erfahrung in der Verarbeitung von PVC, ob hart oder weich. Das war nicht immer so.

Anfang der 1960er war Insigne noch einer der Branchenpioniere in den Niederlanden (mittlerweile gibt es mehr als 300 Kunststoff verarbeitende Betriebe). Irgendwann kam Willem de Koning dazu, begann als junger Bursche in der Firma zu arbeiten und hat, Zitat: „Samstag morgens die Maschinen geputzt“. Nach und nach durchlief er jede Abteilung, finanzierte später auch sein Studium damit. Mit 31 Jahren fing er schließlich fest bei Insigne an – und ist direkt in die Geschäftsleitung eingestiegen, als einer von drei Geschäftsführern. „Ich hatte mich damals nur für fünf Jahre verpflichtet“, sagt de Koning, „Mein Ziel war immer ein eigener Betrieb, etwas Eigenes zu erschaffen.“ Aus besagten „fünf“ sind letztlich mehr als 30 Jahre geworden.

 


Im Gespräch mit W. de Koning (rechts), Geschäftsführer und Inhaber der Insigne B.V. und Mark Watereus, Inhaber der Haitian Vertretung Robotech

 

Viele Jahre lang währt auch schon die Partnerschaft zwischen Insigne und der niederländischen Haitian Vertretung Robotech, geführt von der Familie Waterreus, und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die erste Haitian-Maschine den Weg ins beschauliche Bleskensgraaf fand. 2014 war es, als man sehr kurzfristig eine Maschine benötigte. „Junior“ Mark Waterreus nahm sich des Projektes an und schaffte eine Punktlandung in Rekordzeit: mit einer Stockmaschine von Haitian International Germany aus Ebermannsdorf. „Wir entschieden uns für eine Haitian Mars eco“, erinnert de Koning. „Der Preis war sensationell und wir haben spontan eine Testmaschine gekauft, um herauszufinden, ob die Qualität wirklich reicht für unsere Anwendungen. Und obwohl PVC nicht einfach zu verarbeiten ist, hat sich die Maschine absolut bewährt.“

Heute bietet Insigne seinen Kunden ein professionelles Sorglos-Paket. Full Service nach Maß, vom Prototyp in 3D bis hin zur Serienfertigung. Die Connection Robotech–HTIG Ebermannsdorf hat einen guten Anteil daran.
Insgesamt 14 der aktuell 25 Spritzgießmaschinen stammen aus dem Hause Haitian International. Acht servo-hydraulische Maschinen der Mars Serie, darunter die mit 750 Tonnen größte im Betrieb, und sechs elektrische der Zeres Serie – allesamt ausgestattet mit Robotik.

Das Anwendungsspektrum reicht von technischen Teilen über 2K oder Insert-Moulding bis hin zum Reinraum nach ISO 8, in dem vier Maschinen der Zhafir Zeres Serie medizinische Teile produzieren. Entsprechend breit ist das Spektrum der Produkte, die zu 95 % technischer Art sind.

 


Elektrische Zhafir Zeres Maschinen in Reinraumumgebung

 

Wie nur wenige Spritzgießer in Europa ist Insigne auf die Verarbeitung von PVC spezialisiert. Neben Hart-PVC (PVC-U), z.B. für Fittings für Hochdruckwasserkreisläufe und Komponenten der Trinkwasserfiltration, wird auch Weich-PVC für Anwendungen wie Stoßfängersysteme, Matten und Kabelmanagement verarbeitet. Wandstärken von 3 bis 15 mm sind dabei keine Ausnahme, und selbst dann können auf einer Mars-Maschine noch Toleranzen von 5/100 mm erreicht werden.

Jetzt, mit nunmehr 62 Jahren, hat der Inhaber de Koning seine Firma verkauft, an einen jungen Innovator, Paul Harkema, der die HPI Group (Holland Plastics Industries) gründete. Das HPI-Cluster besteht aus mittelständischen Kunststoffverarbeitern, die durch ihre unterschiedlichen Kompetenzen ein breites Spektrum abdecken, von Automobil bis hin zu Verpackung. De Koning sieht sein Lebenswerk in guten Händen, ist vom Erfolg überzeugt: „In der HPI-Group steckt sehr viel Innovationskraft und junges Engagement. Da gibt man gerne und guten Gewissens ab. Ich gebe ein Unternehmen mit einem sehr guten Set-Up weiter: gutes Gebäude, gute technische Ausstattung, ein up-to-date Maschinenpark, ein stabiles finanzielles Fundament und vor allem ein starkes und offenes Team mit familiärem Zusammenhalt. Auf all das bin ich sehr stolz.“